Unterweisung

Die überwiegende Zahl von Arbeitsunfällen hat ihre Ursache in menschlichem Fehlverhalten, nicht zu verwechseln mit menschlichem Versagen. Daher muss zur Vermeidung von Unfällen beim Verhalten der Mitarbeiter angesetzt werden. Dieser Erkenntnis hat der Gesetzgeber mit Einführung des §12 Arbeitsschutzgesetz Rechnung getragen. Hiernach haben Arbeitgeber oder die verantwortlichen Personen ihre Beschäftigten ausreichend und angemessen über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen bzw. durch fachkundige Personen (z.B. Betriebsarzt oder Sicherheitsfachkraft) unterweisen zu lassen.

Der Arbeitgeber und verantwortliche Personen sind meist in ihrem Kerngeschäft so stark eingebunden, dass sich die notwendigen Unterweisung der Beschäftigten

  • vor Aufnahme der Tätigkeit,
  • bei Veränderung in den Aufgabenbereichen,
  • nach Unfällen,
  • bei Einführung neuer Arbeitsmittel oder Technologien,
 
nur noch schwer in deren Arbeitsprozess integrieren lassen.

Gute und eindeutige Kommunikation ist ein wichtiger Faktor der Arbeitssicherheit und beginnt mit der richtigen Unterweisung.

Der Zweck der Unterweisung ist, dass der Beschäftigte eine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdung erkennt und dann entsprechend nach den vorgesehenen Schutzmaßnahmen handeln kann.

Voraussetzung für ein sicherheitsgerechtes Verhalten ist:
  • die umfassende Information der Beschäftigten über die Gefahren an ihrem Arbeitsplatz
  • die Motivation der Beschäftigten zu sicherheitsgerechtem Verhalten
  • die richtige Zuordnung der Beschäftigten zu den einzelnen Tätigkeiten
    (Ausbildung, Erfahrung, Sachkunde und körperliche Eignung).
 
Die Erstunterweisung ist die Grundlage für alle weiteren Unterweisungen und informiert über die Grundregeln im Arbeitsschutz. Die Erstunterweisung muss bei Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich und bei Einführung neuer Arbeitsmittel oder Technologien erfolgen und ggf. regelmäßig wiederholt werden.

Das Arbeitschutzgesetz selbst schreibt danach aber keine Frist für eine Wiederholungsunterweisung vor. Die Zeitabstände für eine regelmäßige Unterweisung richten sich im Einzelfall nach den betrieblichen Erfordernissen und der Gefährdungsentwicklung.

Unterweisungsthemen wie z.B.:
  • Allgemeine Pflichten der Beschäftigten,
  • Bildschirm- und Büroarbeitsplätze,
  • Sicherheit für Staplerfahrer,
  • Gefahrguttransport und Kleinmengenregelung,
  • Einsatz von persönliche Schutzausrüstung,
  • Umgang mit Lastaufnahmemitteln,
  • Ladungssicherung,
  • Arbeitsplatzspezifische Gefährdungen,
 
sind immer sinvoll und teilweise auch zwingend erforderlich.

Wir übernehmen die fachliche Vorbereitung für Ihre betriebsspezifischen Unterweisungen, die didaktische Aufbereitung nach modernsten Methoden sowie die Durchführung der Unterweisung.